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Ich sach: Moin!

GEORG RITTSTIEG

Unternehmer und Autor, Genießer und Nachteule (gerne-lang-Ausschläfer). Habe 20 Jahre im Geburtsland der Psychotherapie gelebt und bin gerade zurück in den Norden gezogen.

Ich liebe die Extreme, so stehe ich voll auf Bio, verehre und liebe Tiere und esse dennoch gelegentlich Fleisch. Trinke gerne herrlichen Rotwein, liebe gute Oliven, den richtigen Käse und dazu ein knuspriges Baguette.

In mir leben drei Nationen, ich bin Deutscher, Österreicher und habe einen winzigen Anteil italienischen Blutes in mir. MancheR meint, dieser winzige Anteil habe sich durchgesetzt, zumindest, wenn es um mein Temperament geht

Im Leben bin ich wie in meiner Sprache: Ich liebe es, ungemein zärtlich zu sein und rotzig und frech. Ich liebe es, liebevoll zu sein, komme aber am Liebsten ohne 27 Hintertüren und 11 Konjunktive aus. Gut, womöglich heisst es jetzt, dass ich übertreibe…und womöglich ist diese Diagnose auch nicht so falsch 😉

Was mir immer wieder hilft, mir gut tut und mein Leben verändert hat, ist meine kurze Ausbildung zum Clown. Die rote Nase, die für die Neugier steht und das Wesen des Clowns, der nie auslacht, sondern mitlacht, der am Liebsten über sich selbst lacht und nicht urteilt. Lachen ist gesund, heisst es. Mir tut es gut.

ICH WOLLTE EINFACH ECHT LEBEN, BEVOR ICH STERBE

„Gesegnet sind die mit nur einem Talent!“ Diesen Spruch habe ich mal irgendwo gelesen und musste herzlich lachen. Stimmt, dachte ich, macht die Sache wohl einfacher. Aber mit meinem hohen Wert der Neugier haut das einfach nicht hin. Ich war recht früh im Rettungsdienst aktiv und musste dafür Praktika in Kliniken machen. Dabei durfte ich Sterbende begleiten. Und was ich von ihnen gelernt habe, nämlich mein Leben zu leben, solange das noch möglich ist, hat mich geprägt für mein ganzes Leben. Wenn ich abtreten muss, so mein Gedanke, will ich wissen, ich habe gelebt.

Ergebnis bis jetzt: 8 Seiten Lebenslauf, irrsinnig viele Erfahrungen und recht viele Talente. Schwer einzuschätzen, wer oder was ich denn jetzt bin: Texter? Techniker? Autor? Therapeut? Was, wenn ich all das bin, in einer Person? Was, wenn ich all das mit Dir teile, weil Du nicht allein bist und ich Dich so auf verschiedenen Ebenen begleiten kann?

Ich durfte unzählige Menschen begleiten, wenn es um deren Sterben ging, wenn sie fiese Schicksale ertragen mussten mit ihren Liebsten – alle fühlten sich gut aufgehoben, denn durch all mein Sein ist ihnen das pure Leben begegnet im tiefsten Schmerz.

Arbeiten mit dem Tod

Seit über 30 Jahren begegnet mir der Tod. Zu Beginn im privaten Umfeld, dann zunehmend im ehrenamtlichen und beruflichen Bereich. Du kannst hier meine Geschichte nachlesen. Der Tod wühlte mich jedesmal neu auf, warf mich um und machte mich hilflos. Kraftlos. Perspektivlos. Und dann wollte ich es wissen: Was ist das mit dem Tod, warum kann ich da mit niemandem drüber reden? Warum endet angesichts des Todes immer die Sprache?

PROFESSIONALISIERUNG

Es reichte mir. Ich wollte mehr wissen, mehr lernen und erfahren, auch über meine eigene Position in Bezug auf den Tod. Die Zeit der Ausbildungen kam: Erst zwei Jahre intensiv die Ausbildung zum Dipl Coach, dann Lebens- und Sozialberater, dann Paarberater und die Grundausbildung Psychotherapie. Ich lernte und begriff. Begriff vor allem, dass der Tod letzten Endes kaum erklärbar ist, so wenig wie die Liebe wirklich erklärbar ist. Und das war Jahre bevor mir klar wurde, wie sehr der Tod selbst auch die Liebe ist.

UND WO IST GOTT?

Ich kannte den eigenen Schmerz wenn es um den Tod ging und erlebte den unbeschreiblichen Schmerz, wenn Menschen ihre Liebsten verloren, durch Krankheit, Unfälle, Suizide. Und die immer auftauchende Frage: Wo ist Gott? Warum lässt er das zu? Die Antworten der Kirchen reichten mir nicht. Und lernte, meine eigene Spiritualität zuzulassen. Ohne dabei Dogmen zu
verfallen. Ich begriff meine Aufgabe: Heiler zu sein und Begleiter. Und das, ohne selbst heilen zu können

DU BIST NICHT ALLEINE

In meinen 30 Jahren Begegnungen mit dem Tod durfte ich enorm viel lernen. Besonders zwei Schwerpunkte möchte ich hier mit Dir teilen:

DER TOD MACHT EINSAM. FAST IMMER.

Spreche ich mit Hinterbliebenen, höre ich oft, sie können sich im Umfeld nicht austauschen, weil niemand wirklich über den Tod sprechen will.
Spreche ich mit Sterbenden, höre ich oft, sie können weder über ihre Ängste oder den Wunsch zu sterben sprechen, weil ihnen alle immer Mut machen wollen, anstatt zuzuhören.
Erlebe ich Angehörige nach Begräbnissen, haben sie sofort wieder zu funktionieren, weil das Leben ja weiter geht.

Kurz: Du bist alleine. Mit dem Unaussprechlichen. Deinem Schmerz, deinen Gefühlen. Fast immer.

DER TOD WIRD LIEBER IGNORIERT. FAST IMMER.

Kaum jemand kennt die berühmten Reden von Steve Jobs zum Tod nicht.
Viele haben Bücher gelesen wie „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“.
Frage ich dann nach, was die Erkenntnisse aus den Reden und Büchern für das eigene Leben gebracht haben, kommt zumeist nur Schulterzucken. Man habe keine Zeit dafür. Ein wenig kräftiges Argument, wenn der Tod dann anklopft… Nicht nur Henning Mankell hält es für ein echtes Verbrechen, wie sehr wir den Tod ausklammern. Ich sehe das auch so.
Der Tod kann Dein bester Ratgeber für Dein Leben sein. Er ändert Perspektiven und gibt Kraft. Und Chancen. Und er ist ohnehin Teil Deines Lebens, unser Sterben beginnt mit unserer Geburt.

Du bist nicht allein: In Form von Texten, Audios, in Form von Online-Kursen und Seminaren und 1:1 Begleitungen bin ich voll da für Dich. Für Euch. Lasst uns reden über das Unaussprechliche. Und lasst uns darin Frieden und Leben finden. Und Chancen.

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